Impulspapiere

Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen* mit Fluchterfahrung: Prekarisierte Bedingungen

von Samia Dinkelaker
Die Gewalterfahrungen geflüchteter Frauen* sind komplex und erfordern spezifische Formen der Unterstützung. Einblicke in den Arbeitsalltag von Frauenhäusern und Beratungsstellen veranschaulichen allerdings, dass die Unterstützungsinfrastruktur bei geschlechtsspezifischer Gewalt nicht ausreichend ist, um den spezifischen Bedarfen bei intersektionaler Gewalt gerecht zu werden.

Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Geflüchtete – zwischen Willkommenskultur und Notlösung

refugees welcome!

Bild: Niklas Schröder (cc by-nc 2.0)

von Gesa Langhoop
Unter den Menschen mit Fluchterfahrung in Deutschland befindet sich die Gruppe der unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, die aufgrund ihrer Situation, besonderen Schutzes bedarf. Durch die sich daraus ergebende gesonderte Gesetzeslage werden geflüchtete Jugendliche in Deutschland nicht in Gemeinschaftsunterkünften, sondern in der Regel in stationären Jugendhilfeeinrichtungen untergebracht. Die begrenzte Anzahl an Plätzen in diesen Einrichtungen nach dem Zuzug von Geflüchteten im Sommer 2015, brachte Jugendämter und freie Träger vereinzelt dazu, vermehrt nach dem Prinzip der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien gemäß § 33 SGB VIII zu handeln und junge Geflüchtete in Gastfamilien unterzubringen. All dies erfolgte jedoch ohne fundierte wissenschaftliche Grundlage und Erfahrungswerten. Insofern werden einige Fragen deutlich, die eine genauere Betrachtung der Vorgehensweise, geflüchtete Jugendliche in Gastfamilien unterzubringen, erfordern.
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