Medienberichterstattung über Geflüchtete

Geflüchtete kommen in den Medien kaum zu Wort

Bild: Rasande Tyskar (CC BY-NC 2.0)

 

Von Nikolai Huke

Anfang Juni 2018 geriet eine Sendung der Talkshow „Hart aber fair“ zum Thema „Flüchtlinge und Kriminalität“ auf Twitter in die Kritik. „Junge Männer“, hieß es in der Ankündigung der Sendung, „geflohen aus Krieg und archaischen Gesellschaften – für viele hierzulande Grund zu Sorge und Angst. Können solche Flüchtlinge überhaupt integriert werden? Wie unsicher wird Deutschland dadurch?“ Nachdem die Themenwahl und Ausrichtung der Sendung problematisiert wurde, verteidigte sich „Hart aber Fair“ via Twitter. Man betreibe mit der Sendung keine Themensetzung, sondern folge nur dem, „was Menschen beschäftigt“. „Framing? Als Journalisten können wir mit diesem Begriff wenig anfangen. Wir versuchen das, was Menschen beschäftigt, so darzustellen, wie es ist“ (@hartaberfair auf twitter zitiert nach Deutschlandfunk 2018).

Der in der Rechtfertigung sichtbar werdende unreflektierte und scheinbar naive Zugang zum Verhältnis von medialer Repräsentation und gesellschaftlichen Entwicklungen (‚wir zeigen die Dinge so, wie sie sind‘) ist, so zeigen Studien zur Flüchtlingsdiskurs in deutschen Medien seit 2015, empirisch nicht haltbar. Die mediale Debatte um Flucht ist von Konjunkturen und Schlüsselereignissen geprägt und weist eine – jeweils konjunkturspezifische – „diskursive Selektivität“ (Jessop 2013) auf, privilegiert also bestimmte Akteur_innen und Thematisierungsweisen deutlich gegenüber anderen. Im Folgenden werden exemplarisch einige zentrale Ergebnisse der wissenschaftlichen Debatte um den medialen Flüchtlingsdiskurs vorgestellt.

Konjunkturen, Schlüsselereignisse und Herdenmentalität

Die mediale Berichterstattung über Geflüchtete in Deutschland folgte seit 2015 relativ klar konturierten Konjunkturen, in denen jeweils spezifische Narrative dominierten. Die Flüchtlingsdebatte war dabei von rasch aufeinander folgenden Schlüsselereignissen (z.B. Silvester in Köln) geprägt, die professionelle journalistische Regeln wie etwa Nachrichtenfaktoren, redaktionelle Linie oder Koorientierung temporär als Selektionskriterien marginalisierten und durch extreme Orientierungsreaktionen ersetzten (vgl. Arendt et al. 2017, S. 137–138). Ein Beispiel hierfür sind Moralpaniken, in denen durch polizeiliche Praxis und Informationspolitik Furcht vor Kriminalität und Gesetzesverstößen erzeugt wird, die durch Medien eine öffentliche Breitenwirkung erhält (vgl. Perthus und Belina 2017, S. 244). Punktuelle Ereignisse, wie z. B. abweichendes oder kriminelles Verhalten einzelner Migranten werden „in Presse und Fernsehen sensationalistisch aufgemacht und in Sendungen bzw. Zeitungen entsprechend platziert und visualisiert“ (Ruhrmann 2017, S. 372). Moralpaniken verändern die mediale Berichterstattung, etwa da Journalisten durch ihre durch bestimmte Schlüsselereignisse bestimmten Selektionsentscheidungen „Kriminalitätswellen“ in der Berichterstattung schaffen, obwohl sich die Zahl der Straftaten gar nicht erhöht hat (vgl. Arendt et al. 2017, S. 138).

Insbesondere in den Jahren 2015 und 2016 lässt sich im medialen Flüchtlingsdiskurs eine deutliche journalistische „Herdenmentalität“ (Hemmelmann und Wegner 2017, S. 7; vgl. Hafez 2016, S. 5) erkennen. Ereignisse, die von einigen Medien erfolgreich relevant gesetzt werden, werden von anderen übernommen und fortgeschrieben. Folge sind rasch aufeinanderfolgende Konjunkturen der Berichterstattung, die durch einen geringen Grad an Differenzierung und Objektivität geprägt sind (vgl. Hemmelmann und Wegner 2017, S. 7). An die Stelle einer ausgewogenen Berichterstattung treten Narrationen, die das vielschichtige empirische Material auf relativ eindimensionale spektakuläre Erzählungen verdichten: Anfang 2015 wird die so genannte ‚Flüchtlingskrise‘ als externes Phänomen gekennzeichnet, im Frühjahr 2015 dominiert Empathie mit den Flüchtlingen die Berichte, im Sommer 2015 steht die gesellschaftliche Polarisierung zwischen Willkommenskultur und neonazistischer Gewalt im Mittelpunkt, im Herbst 2015 verschiebt die Berichterstattung ihren Fokus in Richtung Überlastung und Chaos und im Frühjahr 2016 dominierten Kriminalität und (sexualisierte) Gewalt die Debatte, medial wird zu diesem Zeitpunkt nicht selten ein „Ende der Willkommenskultur“ proklamiert. Im Sommer 2016 lässt die Salienz des Themas schließlich nach (vgl. Hemmelmann und Wegner 2017).

Wer spricht? Ungleiche Sprechpositionen im Flüchtlingsdiskurs

Folge der Selektionslogik von Medien und den Dynamiken der Berichterstattung sind differentielle Artikulationsmöglichkeiten für unterschiedliche Akteure: Bestimmte Sprechakte und Akteure werden privilegiert, während andere marginalisiert oder sogar ausgeschlossen werden. Im Flüchtlingsdiskurs in Deutschland lassen sich eine Reihe entsprechender diskursiver Selektivtäten feststellen. Es fällt auf, dass der Diskurs von Männern dominiert wird, eine Analyse überregionaler Leitmedien aus dem Printbereich stellte ein Verhältnis von 3:1 gegenüber Frauen fest (vgl. Haller 2017, S. 31–34)[1]. Als Akteur_innen dominierten Politikerinnen und Politiker die mediale Berichterstattung, wobei bis zum Sommer 2015 die Medien aufgrund der relativ passiven Rolle der Politik eine starke Wirkung auf eine positive Formulierung der Flüchtlingspolitik spielen konnten (vgl. Hafez 2016, S. 7).

Die AfD und ihre Themen wurden ab Herbst 2015 vor allem in TV-Talkshows deutlich überrepräsentiert: „die Talker(inne)n zur Primetime diskutierten Woche für Woche mit Vertreter(inne)n der extremen Rechten“ (vgl. Salzborn 2017, S. 9). In Printmedien wurde die AfD im ersten Quartal 2016 zur mit am stärksten medial präsenten Partei (vgl. Haller 2017, S. 93–95). Der AfD gelang es dadurch – in Kombination mit offensiven Hegemoniestrategien autoritär-konservativer, völkischer und rechts-alternativer Akteur_innen in sozialen Medien –, die öffentliche Sagbarkeitsgrenze zu verschieben und bestimmte Formen von antidemokratischen und diskriminierenden Aussagen zu normalisieren (vgl. Amadeu Antonio Stiftung 2017, S. 31; Mühe 2017, S. 43; Salzborn 2017, S. 12).

Geflüchtete kamen in den Talkshows hingegen kaum zu Wort. Gäste, „die Geflüchtete repräsentieren sollen, sind teilweise keine Geflüchteten oder sie sind als Geflüchtete in irgendeiner Weise (z. B. sozial oder ökonomisch) privilegiert. Geflüchtete stehen außerhalb des herrschenden Diskurses. […] Es wird vor allem über Geflüchtete geredet“ (Goebel 2018, S. 192). Auch jenseits von Polittalkshows tauchten Flüchtlinge in der medialen flüchtlingspolitischen Debatte nur am Rande als Subjekte auf. Das „Flüchtlingsthema fand in der medialen Öffentlichkeit der Leitmedien (weitgehend) ohne Flüchtlinge statt“ (Haller 2017, S. 37). Mit Ruhrmann setzt sich damit ein seit den 1980er Jahren andauernder Trend fort, dass Journalisten und Medien zwar viel über Migranten berichten, sie jedoch selten zu Wort kommen lassen (vgl. Ruhrmann 2017, S. 373). Medien, so die These, präsentieren Minderheiten und Migranten ausschließlich als passiv: „Migranten werden bewertet, aber sie bewerten nicht. Sie werden zum Handeln aufgefordert, aber sie fordern nicht(s). Ihre Motive, ihr Verhalten und ihr Handeln werden prognostiziert, doch die Migranten selbst prognostizieren nichts“ (Ruhrmann 2017, S. 373).

Innenbehörden und Polizei spielten hingegen im Flüchtlingsdiskurs eine wichtige Rolle (vgl. Haller 2017, S. 35). Die Äußerungen dieser Akteure waren von einer sicherheitspolitischen Thematisierung (bzw. „Versicherheitlichung“) von Migration geprägt. Bereits vor dem „Sommer der Migration“ wirkten sie auf dem Weg zur Einwanderungsgesellschaft polarisierend und retardierend, da sie Einwanderung vorwiegend als Störung der gesellschaftlichen „Ordnung“, „Homogenität“ und „nationalen Kultur“ kennzeichneten (vgl. Bade 2016, S. 56). Das Bundesministerium des Inneren schreckte dabei auch nicht vor „populistisch-denunziativer Desinformation“ (Bade 2016, S. 60) zurück, etwa erfundenen Statistiken zu vermeintlichen ‚Integrationsverweigerern‘. Innerhalb des deutschen Staatsapparateensembles ist die strategische Selektivität der Innenbehörden und der Polizei deutlich stärker antimigrantisch geprägt als die Selektivität anderer Apparate (vgl. Bade 2016, S. 67). Teile der Polizei legten im Zuge des ‚Sommers der Migration‘ nicht nur im Alltag ein diskriminierendes Verhalten gegenüber Geflüchteten an den Tag (z.B. ‚Racial Profiling‘), sondern spielten auch diskursiv eine wichtige Rolle bei deren Kriminalisierung (vgl. Perthus und Belina 2017, S. 248). Ein exemplarisches Beispiel waren Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Geflüchteten am Kornmarkt in Bautzen, in denen die lokale Polizeidienststelle rassistisch motivierte Übergriffe entnannte und gleichzeitig junge Flüchtlinge verantwortlich zu machen versuchte. Das (falsche bzw. selektive) Deutungsmuster der Polizei dominierte in der Folge Teile der Medienberichterstattung über die Ereignisse (vgl. Perthus und Belina 2017).

Trolle als Triebkräfte. Auswirkungen von Kommentarspalten und sozialen Medien

Digitale soziale Medien wie Facebook oder Twitter weisen gegenüber den TV- und Printmedien offenere und weniger stark normierte Sagbarkeitsfelder auf, die durch das Teilen von Inhalten (z.B. über Likes und (Re-)Tweets) in Kombination mit Algorithmen strukturiert werden (vgl. Ruhrmann 2017, S. 368; Vollmer und Karakayali 2017, S. 2).  Traditionellen Medien kommt in sozialen Medien häufig weiterhin eine Leitfunktion zu, da sie nicht nur große Teile der Nachrichten zur Verfügung stellen, die geteilt werden, sondern auch selbst über ihre Medienportale oder einzelne Journalisten in sozialen Medien erfolgreich präsent sind. Die scheinbar individuelle und gleichberechtigte, real jedoch relativ unkontrollierte und intransparente Funktionsweise der Medien ermöglicht eine Einflussnahme über automatisierte Bots oder organisierte Trolle, die als lautstarke Minderheit erfolgreich in der Lage sind, scheinbare Mehrheitsmeinungen zu simulieren (vgl. tagesschau.de 2018a; tagesschau.de 2018b). Da Politik und Medien sozialen Medien eine große Aufmerksamkeit zukommen lassen, gelingt es ihnen dadurch teilweise, öffentliche Diskurse mit zu prägen (vgl. Salzborn 2017, S. 132).

Die Interaktions- und Kommunikationsräume sozialer Medien sind nicht selten wenig pluralistisch und dialogisch angelegt: Einerseits sind die Nutzer selbst wesentlich mit anderen Nutzern verknüpft, die ähnliche Interessen haben und ähnliche politische Positionen vertreten („Echokammern“), andererseits bevorzugen die Algorithmen der Seiten Inhalte, die für den Nutzer aufgrund seines Nutzungsverhaltens von Interesse bzw. relevant sein dürften („Filterblasen“) (vgl. Amadeu Antonio Stiftung 2017, S. 9). Eher als zu Diskussion und Austausch dienen soziale Medien in der Folge der Verbreitung und Mobilisierung von Emotionen und Symbolen (vgl. Mühe 2017, S. 32). Beiträge werden dabei potentiell massenhaft geteilt, ohne dass Quellen seriös geprüft und ihre Echtheit verifiziert werden, wodurch es zur Entstehung von Gerüchten und Falschmeldungen kommen kann, die von Nutzern als wahr angenommen werden („Fake News“) (vgl. Salzborn 2017, S. 121).

Eine Kennzeichnung zwischen Fakten und Meinung, wie sie in Teilen der TV- und Printmedien üblich ist, erfolgt nicht bzw. kaum. In der Folge entstehen in den Netzwerkstrukturen Teilöffentlichkeiten, die durch wenig faktenbasierte und relativ einheitliche Nachrichten geprägt sind. In diesen werden potentiell „selbstbestärkende und den sozialen Zusammenhalt festigende, aber eben erfundene Positionen verbreitet […], die keiner Realitätskontrolle mehr unterliegen und eben nur deshalb geglaubt werden, weil der gemeinsame Glaube […] den jeweiligen sozialen Zusammenhalt festigt“ (Salzborn 2017, S. 132). Echokammern verstärken dabei das Gefühl, dass die eigene Position Mehrheitsmeinung ist (vgl. Amadeu Antonio Stiftung 2017, S. 9).

Der Echoraum der sozialen Medien verleitet in Deutschland offenbar vor allem antidemokratische Konservative und neonazistisch eingestellte Personengruppen zu immer radikaleren Ausfällen (vgl. Ruhrmann 2017, S. 374; Salzborn 2017, S. 197). Ziel ist es dabei nicht selten, die politischen Gegner (z.B. Feministinnen, antirassistische Initiativen, antifaschistische Zivilgesellschaft) machtvoll am Sprechen zu hindern. Folge ist eine „Verrohung der Öffentlichkeit“ (Salzborn 2017, S. 9). Begründet wird gewaltandrohende Rhetorik unter anderem durch antidemokratische Narrative wie „Political Correctness“, Verschwörungstheorien und „Lügenpresse“, die insbesondere unter Sympathisanten der AfD weit verbreitet sind (vgl. Brähler et al. 2016, S. 89; Salzborn 2017, S. 187–188). Der Glaube, einerseits die Mehrheit zu sein und andererseits durch die ‚öffentliche Meinung‘ – die in der Folge nur als Verschwörung einer Minderheit gedacht werden kann - diskreditiert zu werden, legitimiert hier gewaltsame Formen der Meinungsäußerung (vgl. Glorius et al. 2018, S. 123). Meinungsprägend ist dabei die kontinuierliche Simulation eines vermeintlichen Volkswillens, etwa in Kommentarspalten (vgl. Geyer 2017, S. 10; Salzborn 2017, S. 127). Bereits (latent) vorhandene rassistische Vorurteile in der Bevölkerung werden dadurch gefestigt, Verschwörungsideologien im Gespräch gehalten und soweit normalisiert, dass sie als ernstzunehmende alternative ‚Theorien‘ von breiten Gesellschaftsschichten aufgenommen werden (vgl. Amadeu Antonio Stiftung 2017, S. 31). Stärke der Erzählungen ist ihre – auf inneren Überzeugung und dem unverhohlenen Hass gegen Minderheiten und politische Gegner basierende – emotionale Authentizität (vgl. Amadeu Antonio Stiftung 2017, S. 32). Wut, Zorn und Hass werden erfolgreich in Stellung gebracht gegen vernunftorientierte politische Aushandlungsprozesse, die sich an Rationalität und Fakten orientieren (vgl. Salzborn 2017, S. 119).

Der diskursive Umgang im Netz überträgt sich auf Alltagspraktiken, wie das Beispiel von PEGIDA und neonazistischen Gruppen zeigt:

„Parallel zur Praxis im Web 2.0, wo Menschen, die sich in der Öffentlichkeit äußern, Mord- und Vergewaltigungsfantasien und -androhungen erhalten, sind auch die Praxen im öffentlichen Raum (etwa bei den wöchentlichen Zusammentreffen von Pegida und anderen Gruppen) durchzogen von Hassbotschaften und Verleumdungen und zugleich einem Sprechen zu Gleichgesinnten und damit auch einer (verbalen) Herstellung von Gemeinsamkeit.“ (Glorius et al. 2018, S. 122)

Fazit

Medien, so zeigt diese kurze Skizze einiger Forschungsergebnisse, spielten seit 2015 eine wichtige Rolle bei der Rahmung und Einordnung von flüchtlingspolitischen Ereignissen. Konjunkturell stark schwankende Narrative, eine sicherheitspolitisch und männlich dominierte Auswahl von Sprechenden sowie die Orientierung an – teilweise durch Trolle und Bots mit vorangetriebenen – Konstruktionen eines vermeintlichen ‚Volkswillens‘ in sozialen Medien hatten eine deutliche diskursive Selektivität der Berichterstattung zur Folge. Die Debatte um die Sendung von „Hart aber Fair“ ist dafür in mehrerlei Hinsicht exemplarisch, etwa durch die suggestiven Fragen in der Ankündigung („Können solche Flüchtlinge überhaupt integriert werden? Wie unsicher wird Deutschland dadurch?“) oder die vermeintlich naive Behauptung, nur das zu repräsentierten, „was Menschen beschäftigt“. Eine kritische Medienberichterstattung, die ihren Informationsauftrag ernst nimmt, müsste demgegenüber die eigene gesellschaftliche Rolle deutlich stärker selbstreflexiv in ihre Themensetzung einbeziehen. Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über überrepräsentierte sowie ausgeblendete und ausgeschlossene Positionen im medialen Flüchtlingsdiskurs bieten hierfür erste Ansatzpunkte.

Literaturverzeichnis

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Arendt, Florian; Brosius, Hans-Bernd; Hauck, Patricia (2017): Die Auswirkung des Schlüsselereignisses „Silvesternacht in Köln“ auf die Kriminalitätsberichterstattung. In: Publizistik 62 (2), S. 135–152. DOI: 10.1007/s11616-017-0322-z.

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[1] Die Studie von Haller zeichnet sich durch ihr quantitatives empirisches Material zum Flüchtlingsdiskurs aus, die in der Studie vorgenommene Auswertung des Materials wurde hingegen zu Recht als tendenziös und suggestiv kritisiert (Horz 2017).